Mir ist egal, ob du schwarz, weiß, hetero, bisexuell, schwul, lesbisch, klein, groß, fett, dünn, reich oder arm bist. Wenn du da bist, werden wir zusammen Kaffee trinken. Ganz einfach.

nach Eminem

 

Gold Mountain Coffee Growers

Gold Mountain Coffee Growers

Wir freuen uns sehr Ihnen die Kaffees von Gold Mountain Coffee Growers vorstellen und anbieten zu können.

Gold Mountain Coffee Growers (GMCG) ist eine Direkthandelsgruppe für hochwertige Rohkaffeespezialitäten.  Die Farmgemeinschaft trägt durch ihr regionales Engagement im medizinischen, sowie im Bildungssektor in hohem Maße zur Verbesserung  der sozialen Situation der Farmerfamilien bei. Das große Ziel ist die direkte Verbindung der regionalen Kaffeefarmer mit  Spezialitätenröstern auf der ganzen Welt.

Gold Mountain wurde gegründet, um die Armut durch Qualitätskaffee zu bekämpfen, und: Sie leisten bei ihrer Mission einen verdammt guten Job.

Und so funktioniert das…

1. Direkt von der Farm bezogen

Die typische Kaffee-Lieferkette umfasst: Farm, Zwischenhändler, Exporteur, Importeur, Röster bevor der Kaffee den  Einzelhändler und schließlich den Verbraucher erreicht. Das sind viele Leute, die alle an den ohnehin schon künstlich niedrigen Kaffeepreisen verdienen möchten. Der Kaffeeeinkauf direkt von der Farm ist der effektivste Weg, um mehr Geld in der Tasche des Farmers zu belassen. Diese begrenzte Lieferkette macht es außerdem einfacher, die  Qualität des Produktes  auf dem Weg zum Kunden sicherzustellen, da weniger Lagerzeiten, Verladevorgänge usw. stattfinden.

„Es steht außer Frage, dass das dringendste Problem darin besteht, dass der C-Preis (Weltmarktpreis) unter den Produktionskosten von Kaffee liegt. …und, wenn die aktuelle Situation anhält, könnten viele Kaffeebauern ihre Farmen in nur ein bis zwei Jahren verlieren.“

 – Ben Weiner auf „World of coffee“; Berlin, Juni 2019

Mit Hilfe von Gold Mountain Coffee unterstützen wir diesen Weg: Von der Farm direkt zu uns.

2. Kaffeequalität

Ein Großteil der durchschnittlichen Kaffee-Handelsware auf dem Weltmarkt ist leider in seiner Qualität stark herabgesetzt. „Woher kommt der Kaffee“, …. „was wurde genau mit Ihm gemacht“, ….. „wie waren die Ernte- und Aufbereitungsabläufe“, … sind Fragen die sehr häufig überhaupt nicht oder nur sehr oberflächlich beantwortet werden konnten und können. Mit der Zeit gewöhnten sich die Menschen an den leicht anstößigen Geschmack der Durchschnittsware. Die schwachen Geschmacksqualitäten und die zunehmenden Unbekömmlichkeiten aufgrund der schlechten Rohkaffeequalität sowie der industriellen Weiterverarbeitung nahmen  viele Menschen zum Anlass sich von Kaffee abzuwenden, da der Genussfaktor bis zur Renaissance des traditionellen Kaffeerösterei Handwerks deutlich zu kurz kam. Ein hoher Prozentsatz der Ursprungs-Produzenten dieser Ware konnte aufgrund der geringen Produktqualität und/oder mangels logistischer Einbindung in den Handel kaum genug Geld zum Überleben mit ihren Kaffees verdienen.

Guter Rohkaffee dagegen ist ganz anders. Es ist oft nicht nur süßer und geschmackvoller, sondern nach der Verarbeitung bekömmlicher für den Magen. Und was noch wichtiger ist:  Er ermöglicht den Kaffeebauern, tatsächlich Geld zu verdienen, um ein würdevolles Leben zu führen. Dieser qualitativ hochwertige Kaffee entsteht nicht einfach nur weil der Farmer es will. Es bedarf einer Menge an Fachwissen, um Anbau, Pflege, Ernte und Aufbereitung so zu gestalten, dass ein hervorragender Kaffee entsteht. Sowohl das Produkt selber als auch der Spezialitätenmarkt stellt große Ansprüche an die Produzenten. Auf welche Weise und mit welchen Schritten diesen Ansprüchen Rechnung getragen wird bestimmt maßgeblich den Wert und schließlich den Charakter des Endproduktes.

annähernd ausgereifte Kirschen gemeinsam mit noch grünen Kirschen an einem Zweig

Frisch geerntete Kirschen zur "natural" Aufbereitung auf Patios ausgelegt

Diese -guten- Rohstoffqualitäten bestechen auf dem Markt neben ihrer  Qualität durch die vorhandene Transparenz. Farmgemeinschaft, Kooperative, Farmer. Hier wissen wir, wo der Kaffee herkommt. Und wir wissen, welche Maßnahmen die Farmer ergreifen, um die Produktqualität zu erreichen.

Reifeteams

Gold Mountain Kaffeefarmer behandeln ihre  Kaffeeplantagen wie edle Weingüter. Sie verwenden Messgeräte aus dem Weinanbau, s.g. Refraktometer, die entsprechend umgebaut und für den Kaffeeanbau angepasst wurden.
Während der Ernte arbeiten auf den Farmen „Reifeteams“, die mit Refraktometer und speziellen Farbarmbändern, den Reifegrad der Kaffeekirschen genau bestimmen und somit den Pflücker*innen  helfen, ausschließlich  die Kirschen mit optimaler  Reife zu ernten.

Macheten statt Herbizide

Zur Unkrautbekämpfung werden auf der GMCG Flaggschiff Farm „Finca Idealista“, Macheten anstelle von Herbiziden (wie z.B. Glyphosat) verwendet, um Unkräuter auf der Farm in Zaun zu halten.  Das hält nicht nur den Boden reich an lebenden Organismen, sondern verhindert gleichzeitig das Eindringen giftiger Substanzen in das Grundwasser.

Das Refraktometer zur Bestimmung des Zuckergehaltes der Kirschen

Pilze statt Pestizide

Einer der am stärksten verbreiteten Kaffee-Schädlinge ist der Kaffeebohrkäfer. Diese Käfer können in kürzester Zeit regional eine ganze  Kaffeeernte vernichten. Um die Kaffeepflanzen anzugreifen benötigt der  Käfer Hilfe von Bakterien.  Gold Mountain Coffee Growers machten sich dieses  Wissen zu nütze und verwenden  eine in Wasser verdünnte Pilzmischung statt Herbiziden gegen den Käfer. Diese Pilzmischung wird auf Kaffeebäume gesprüht,  greift die für den Bohrkäfer lebenswichtigen Bakterien an und vertreibt

Hühner

Die Farmen der GMCG nützen natürliche Dünger und reduzieren damit die Verwendung von chemischen Düngemitteln. Hilfe dabei leisten die Hühner, die ihr Hühnerhaus über den Kompostbereich besitzen. Die Hühner sorgen „freiwillig“ dafür, dass der Kompost mit Stickstoff anreichert wird. Es ist wirklich eine gute Sache wenn der Abfluss von chemischen Düngemitteln in die Grundwasser minimiert wird. Der Boden wird auf natürliche Weise mit Stickstoff versorgt und somit das Niveau der Kaffeeproduktion verbessert.

3. Nachhaltigkeit im Vordergrund

Ökologisch nachhaltiger Kaffee ist nicht nur gut für unsere Erde, er hilft auch die langfristige Verfügbarkeit von Rohkaffee zu verbessern.  Der Erfolg einer Ernte steht und fällt mit den klimatischen Bedingungen. Eine im September 2021 veröffentlichte, globale Umfrage der Kaffeeforschung ergab, dass die steigenden Temperaturen und die unregelmäßiger werdenden Regenfälle (Dürrezeiten einerseits aber auch Überflutungen und Erdrutsche) schon jetzt sowohl die Quantität als auch die Qualität der Ernten beeinträchtigen. Die Entwicklung führt bereits jetzt zu deutlich mehr Schädlingen und Krankheiten, denen die Kaffeebäume ausgesetzt werden.  Diese  Entwicklung kann dazu führen, dass die weltweit geeigneten Kaffeeanbauflächen bis 2050 um 50 % geringer werden. Eine Katastrophe für Kaffeefarmer aber auch für uns, Kaffeetrinker.

Die GMCG Farmen arbeiten so gut es geht in Einklang mit der Natur. Es werden keine Bäume gefällt, um die Kaffeefelder zu erweitern. Es wird das Gegenteil angestrebt…

Am Rande des Urwaldes ..

Regenwald

Um die Fauna und Flora in der Region zu schützen hat die GMCG eine Fläche des Regenwalds gekauft. Nicht als zukünftige Anbaufläche. Der Regenwald bringt den Kaffeefarmern keinen direkten wirtschaftlichen Nutzen. Er verbessert aber das Mikroklima in der direkten Umgebung deutlich. Um den Regenwald vor Abholzung zu schützen, patrouillieren die Farmer in Eigenregie im Naturschutzgebiet. Die natürlichen Quellen und Bäche des Regenwalds versorgen die nahe gelegenen Gemeinden mit sauberem Wasser. Natürliche Bestäuber haben dort ihr Zuhause gefunden und die kühle Brise aus dem Wald hilft, dem nebenan angebauten Kaffee kühle zu spenden und wirkt als natürliche Klimaanlage. Eine Klimaanlage für einen großartigen Geschmack.

Kunst am Kaffee

Sinnbild für die natürliche Vielseitigkeit der Pflanzen- und Tierwelt im Regenwald

spektakuläre Farbpracht

Wasserrecyclingsystem

Für den Kaffeeaufbereitungsprozess wird viel Wasser benötigt. Die Finca Idealista verwendet  dazu kein Wasser aus  Quellen und Bächen. Für die Kaffeewäsche wird Regenwasser verwendet. Ben Weiner (Finca Idealista) baute mehrere riesige Wassertanks. Es gibt Tanks, die sauberes Regenwasser auffangen oder auch Tanks, die das Abwasser sammeln, um es ein zweites oder sogar drittes Mal zu verwenden.  Die Kaffeepulpe, die beim Waschprozess als Nebenprodukt entsteht wird als Kompost verwendet.

Wasserspeicher für die Aufbereitung des Kaffees

Vulkanfilter

Bevor das Wasser nach der Nassaufbereitung der Kaffees in das Grundwasser entlassen wird, wird es gereinigt. Dafür nutzen die Farmer vulkanische Filter. Das vulkanische Material kommt aus Masaya, einer der vulkanischen Regionen Nicaraguas.  Das Abwasser wird zuerst durch vulkanischen Felsen gefiltert. Die anschließende Oxidation führt zum Abbau der verbliebenen organischen Materialien.

4. Gelebte soziale Verantwortung

Selber genug Geld zu verdienen, um die eigenen Familien gut versorgen zu können steht für die Kaffeefarmer im Vordergrund,  löst aber nicht alle ihre Probleme.

Schulen

Für die GMCG Organisation ist es besonders wichtig, die Gemeinschaft der Farmer zu stärken. Deswegen sorgen Sie z.B. im Bildungssektor für die Unterstützung regionaler Schulen mit Lehrbüchern, Schreibtischen, Bibliotheken und anderen pädagogischen Hilfsmitteln. Außerdem wird auch dafür Sorge getragen, dass Schulen, die sich fernab vom Stromnetz befinden, zumindest an fließendes Wasser angeschlossen werden.

Frauenförderung

Die Frauen in Nicaragua haben große Schwierigkeiten, den Arbeitsmarkt zu erobern. Es ist für sie fast unmöglich selbständig zu arbeiten oder Kredite zu bekommen. GMCG versuchen das zu ändern und unterstützen insbesondere Kaffeefarmerinnen in ihren Vorhaben.
Die Frauenförderung beginnt aber schon viel früher: Für die Farmerfamilien werden kostenlose Computerkurse angeboten, die insbesondere junge Mädchen ansprechen sollen. Im letzten Jahr waren 90 % aller Teilnehmer weiblich. Diese Computerkurse, ermöglichen den Mädchen Kompetenzen für ihre Zukunft zu erwerben und das vollkommen unabhängig davon, ob diese Fähigkeiten später für die Farmen ihrer Familien oder für die Fortsetzung ihrer Ausbildung und Karriere verwendet werden. Die Mädchenförderung, ist ein kleiner Anfang, eine von Männern dominierte Gesellschaft zu verändern… und es verändert sich langsam etwas….

Computerkurse für die Kinder der Farmer

Schulbetrieb ist die Basis für eine bessere Zukunft der Kinder

Insbesondere Mädchen sollen hier ihr Wissen erweitern können

Nachwuchs für das Kaffeelot. Liebevoller Anbau von Jungpflanzen

5. Technische Unterstützung

Um qualitativ hochwertige Kaffees anzubauen muss man wissen…wie?  Ben Weiner schult die Farmer aus der Gemeinschaft und gibt ihnen die Möglichkeiten, die Erfahrungen mit  anderen Farmern auszutauschen. Gemeinsam planen sie, wie sie Pflanzenkrankheiten vorbeugen können und analysieren den Nährstoffbedarf ihrer Pflanzen.
Zur Erweiterung und Verbesserung ihrer Kaffeequalitäten nutzen die Farmer eine von Weiner aufgebaute Jungpflanzen- und Samenzucht, die ausschließlich aus den best bewerteten Lots der letzten Jahre zusammengestellt wurde.
Als der Kaffeerost die Region heimsuchte bekamen die Farmer einen kostenlosen Leitfaden, um die Ernten in der Notfallsituation retten zu können und die Kaffeekrankheit erfolgreich zu bekämpfen.

Ben Weiner schult die Farmer der Gemeinschaft zu allen wichtigen Themen rund um den Kaffeeanbau

Der Leitfaden der GMCG für den Umgang mit Kaffeerost, rettete schon vielen Farmern ihre Jahresproduktion

6. Zugang zu Krediten

Kaffeefarmer benötigen Zugang zu Krediten, um in ihren Betrieb zu investieren, sie zeitgemäß zu führen oder auch die besonderen Erntebelastungen stemmen zu können. In Nicaragua ist es eine Untertreibung zu sagen, dass Kredite für Kaffeebauern schwer zu bekommen sind, sie sind nicht vorhanden. Gold Mountain Coffee Growers ermöglicht den Kaffeefarmern zinslose oder zinsgünstige Kredite zur Finanzierung aufzunehmen. Auch der Zukauf von Anbaufläche wird, wo es sinnvoll ist unterstützt und hilft den Farmern ihre Erträge mittelfristig zu steigern.

Gold Mountain wurde gegründet, um die Armut durch Qualitätskaffee zu bekämpfen.

Dieser Plan geht zunehmend auf. Einige der Farmer konnten bereits Preise in Amerika und Europa gewinnen.  2018 waren es 19 Medaillen für Farmer aus GMCG bei Golden Bean N. America!

Der Erfolg gibt ihnen Recht.

Wir freuen uns sehr Kaffees von Gold Mountain aus Nicaragua anbieten zu können.

 

Ein geschmackvoller, nachhaltiger, transparenter, direkt gehandelter, ökologischer, sozialer Kaffee…ohne viele Siegel.